Um in der SPD einen aussichtsreichen Listenplatz für den Bundestag zu bekommen braucht man in erster Linie Stallgeruch und Unterstützer im Apparat. Ähnliches gilt für die CDU. In der PDL braucht es zumindest das Einverständnis von Oskar und eine starke politische Strömung. Und in der FDP ist diese Angelegenheit, wie so ziemlich alles bei der FDP, eine Frage des Deals. Das die Grünen es sich in dieser Hinsicht etwas schwerer machen ist typisch für diese Partei die dazu neigt sich alles etwas schwerer zu machen. Ein Listenkandidat musste sich in dem komplizierten Geflecht der offiziellen und inoffiziellen Quotierungen aussichtsreich positionieren, er musste inhaltlich überzeugen und er mußte Unterstützer aus der bestehenden Funktionärsriege haben. Insbesondere zweiteres zog im Zweifelsfall gegenüber dem dritten Aspekt unter der Ägide Joschka Fischers ein ums andere Mal den Kürzeren.
Unter diesen Umständen hätte sich Cem Özdemir am vergangenen Wochenende eigentlich gegen den Parteilinken Winne Herrmann durchsetzen und einen aussichtsreichen Listenplatz erringen müssen. Warum dies meiner Ansicht nach nicht passiert ist und Cem sich nun ganz auf seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Grünen konzentrieren kann, darüber handelt dieser Blogbeitrag….
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