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Michael Klaus

Hier sollte eigentlich eine Ankündigung für die morgige Veranstaltung “Die neue Rechte” in der Flora stehen.

Stattdessen habe ich heute vom Tod des Gelsenkirchener Schriftstellers Michael Klaus erfahren. Mit diesem habe ich eine Geschichte, wenn auch ca. 13 Jahre her. Ich gehe damit nicht hausieren, ich erwähne es nur um darzustellen warum ich schreibe was ich wie folgt schreibe:

Erinnere ich mich an Michael Klaus, dann erinnere ich mich an quasi turmhohe Bücherwände, kalten Tabakqualm und an den Umstand das Michael dazu neigte gelegentlich im Rhytmus von AC/DCs Interpretation von “The Jack” die Bremse seines alten Kadetts zu betätigen. Ebenso an einen alten Sessel den ich morgens in Beschlag nahm um die Videospielkonsole seines Sohnes zu frequentieren, denselben Sessel füllte spätabends Michael aus wenn er noch etwas vor sich hin saß, mit Rotwein und Rauchutensilien. Das sind durchweg positive Erinnerungen.

Irgendwann brach der Kontakt ab und ich wollte noch jahrelang danach Schriftsteller werden. Was etwas aussagen mag. Das er schwer krank war hatte ich wahrgenommen, dass er sterben könnte kam mir nicht in den Sinn. Irgendwo im Hinterstübchen hatte ich stets noch auf der To-Do Liste, einmal Michael zu besuchen um “Hallo” und “Guck mal was aus mir geworden ist” zu sagen. Auch das mag etwas aussagen.

 Und das wäre es auch mit meinen Aussagen dazu.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Michael Klaus”

  1. Sandra
    4. Juni 2008 um 11:00

    Auch ich habe Erinnerungen an ihn, auch wenn ich ihn persönlich nie kennengelernt habe.

    Zu meiner Schulzeit habe ich in einem Schulchor mal Texte von ihm gesungen. Aber was mir besonders in Erinnerung bleibt ist, dass er öffentlich das Sponsoring von Gazprom bei Schalke 04 kritisiert hat. Erst vor kurzem habe ich erfahren, dass er so schwer krank war. Ich hatte gehofft, dass wir mit ihm mal über die Gazpromgeschichte reden könnten.

    Es ist sehr traurig. Michael Klaus wird nicht nur uns, sondern auch der Stadt Gelsenkirchen fehlen.

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